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Schleswig-Holstein- Rassismus auf
4 Pfoten?
In Schleswig-Holstein gilt ab dem
01.05.05 ein neues Hundegesetz, nachdem
alle als "gefährlich" eingestuften Hunde ein hellblaues
Halsband tragen
müssen.
Das gabs doch schon mal bei
Menschen...da war es ein gelber Stern!
Gefährliche Hunde sind außerhalb eines
befriedeten Besitztums stets an der
Leine zu führen (Ausnahme: geeignete Hundeauslaufgebiete).
Die Leine darf
höchstens zwei Meter lang sein (vgl. § 10 Abs. 3 GefHG). Im
Übrigen muss
ihnen ein leuchtend hellblaues Halsband angelegt werden
(vgl. § 10 Abs. 4
GefHG). Die individuelle Kennzeichnung des Tieres erfolgt
durch einen
Mikrochip (vgl. § 5 Abs. 1 Nr. 2 GefHG).
Als gefährlich im Sinne des Gefahrhundegesetzes gelten
Hunde der Rassen Pitbull-Terrier, American
Staffordshire-Terrier,
Staffordshire-Bullterrier und Bullterrier sowie deren
Kreuzungen
untereinander und mit anderen Hunden.
Alle die gegen diesen Rassismus sind, sollten sich
solidarisch zeigen und ihren Hunden ein hellblaues Halsband
anlegen.
www.menschen-tiere-werte.de
Dieser Text war
veröffentlicht bei:
www.8ung.at
Kampfhund?
Verkannt, verleumdet und verachtet
von
cand. med. vet. Markus Rogen
Es gibt wenig
Themen, die so emotional, und mit so wenig Sachverstand
diskutiert werden, wie der Bereich der sogenannten
"Kampfhunde". Dieser Artikel ist der Versuch, ein wenig
Hintergrundwissen zu vermitteln, denn jede Diskussion ohne
sachliche Grundlagen verhärtet nur die Fronten und kann kein
befriedigender Ansatzpunkt sein.
Vergeblich
werden Sie in diesem Artikel nach Schauergeschichten von
zerfleischten Passanten und den dazugehörigen blutrünstigen
Bildern, in denen die Retusche noch kräftig mit dem Rotstift
nachgeholfen hat, Ausschau halten. Sie werden keine Storys
über Zuhälter und ‘Kampfmaschinen’ lesen - und auch nicht
den Unsinn, dass besagte Hunde nicht auslassen können, oder
ihre Welpen totbeißen.
Meiner
Meinung nach sollte man das Wort "Kampfhund" zum Unwort der
Neunzigerjahre erklären. Kreiert von
sensationsproduzierenden Presseleuten sagt dieser Begriff
überhaupt nichts aus. Was eigentlich ist ein sogenannter
"Kampfhund"? Vielleicht ein Hund jedweder Rasse, der zum
Kampf eingesetzt wird oder wurde? - Wenn ja - gegen wen?
Alexander der Große führte großrahmige Hunde zur Bewachung
seiner Lager mit sich heim nach Griechenland - waren das
Kampfhunde - oder besser Kriegshunde?
Manche
meinen, es handle sich um Hunde, die gegen andere Hunde und
Tiere kämpfen - dann wäre ein Dackel, der gegen den Fuchs im
Bau kämpft, auch ein Kampfhund.
Wieder
andere - darunter auch viele Politiker meinen, es seien dies
Hunderassen, die gegen Menschen kämpfen.
Nun - dann
wären die Gebrauchshunderassen - und damit der Schäferhund
allen voran - eher "Kampfhunde", denn sie werden tatsächlich
von Polizei und Militär als Schutzhunde eingesetzt.
Die Hunde,
die fälschlicherweise mit dem Begriff assoziiert werden,
wurden nie zum Einsatz gegen Menschen gezüchtet - daher auch
noch heute deren herausragende Menschenfreundlichkeit.
Oder sind
"Kampfhunde" Hunde, die Unfälle verursacht haben?
Dann aber
wieder wären es einzelne Hunde jedweder Rasse oder auch
Mischlinge, die sich als bissig erwiesen haben; hier jedoch
wäre analog zur nordrhein-westfälischen
Gefahrenhundeverordnung der Begriff "gefährlicher Hund"
naheliegender.
Häufig
verwendet jedenfalls wird dieser irreführende Begriff im
Zusammenhang mit molossoiden und bullterrierartigen Rassen.
Die Molosser
leiten sich, wie man heute vermutet, größtenteils von
tibetmastiffähnlichen Hunden, die Alexander der Große nach
Griechenland brachte. Ab diese schweren, großrahmigen Hunde
sollten besonders durch ihr Aussehen beeindrucken.
Mit der Zeit
verbreiteten sich diese Hunde über den Mittelmeerraum,
später nach England und auch nach Südamerika und vermischten
sich dort mit einheimischen Rassen.
Bekannte Vertreter sind
Mastino Napoletano (Italien),
Bordeauxdogge
(Frankreich),
Mastín
Español (Spanien),
Mastiff
und Bullmastiff (England),
Fila
Brasileiro (Südamerika)
und
etliche andere.
Fast
alle diese Hunde haben eine hohe Reizschwelle, sind also
sehr ruhig, aber nicht sonderlich arbeitsfreudig, so dass
eine Ausbildung in Richtung Sporthund nicht unbedingt
angeraten werden kann.
Die zweite
Gruppe, welche ebenfalls mit diesem Begriff assoziiert wird,
sind die Hunde, die ich als "Bullterrierartige" bezeichnen
möchte.
Diese Hunde
sind später entstanden und besitzen teilweise molossoides
Blut und teilweise Terrierblut, was diese Hunde agiler und
arbeitsfreudiger macht.
Die
Reizschwelle ist zumeist mittel, und die Arbeitsfreude hoch,
somit ist eine Eignung zur Ausbildung in allen möglichen
Sparten, vom Schutzhund bis zum Rettungshund, durchaus
hervorzuheben.
Es traten
auch bei diesen Hunden Vermischungen mit jeweils
einheimischen Rassen auf.
Diese Hunde waren reine
Arbeitshunde, welche als Helfer bei der Schwarzwildjagd,
Bewacher, aber auch zur Vernichtung von Ratten und leider
auch als ‘gesellschaftliches Spektakel des armen Mannes’ zum
Kampf Hund gegen Hund eingesetzt wurden.
Hier möchte ich betonen, dass die Aggression anderen
Hunden gegenüber in hohem Maß den Hunden antrainiert wurde,
also nicht grundsätzlich genetisch bedingt ist.
Sie
sind jederzeit herzlich eingeladen, diese friedlichen Hunde
auf unseren Ausstellungen zu beobachten.
Die Tiere
sind sehr menschenfreundlich und das Maß innerartlicher
Aggression geht über das normale Maß terrierartiger Hunde
gemeinhin nicht hinaus.
Ausnahmen in
Einzelfällen können nicht einer bestimmten Rasse zugeordnet
werden.
Durch die
gegebene Verwandtschaft mit den Molossern wäre es nicht
korrekt, diese Hunde direkt der Gruppe "Terrier"
zuzuschlagen.
Das
Temperament der Hunde liegt auch zumeist unter dem eines
typischen Terriers, wie z.B. dem des Deutschen Jagdterriers.
Typische
Vertreter dieser Hunde sind z.B. der Englische Bull Terrier,
der Staffordshire Bull Terrier, welcher ebenfalls aus
England kommt, sowie American Staffordshire Terrier und
American Pit Bull Terrier aus der Ursprungsgegend
Nordamerika.
Letztere
beide wurden lange als eine Rasse geführt.
Der American
Staffordshire Terrier, wie auch Bull Terrier, Miniatur Bull
Terrier und Staffordshire Bull Terrier werden heute von der
FCI (Fédération Cynologique Internationale) betreut, der
American Pit Bull Terrier von UKC (United Kennel Club), ADBA
(American Dog Breeders Association) und etlichen kleineren
Vereinen.
Die FCI erkennt Rassen nur als solche an, wenn diese
von ihr betreut werden Trotzdem muß gesagt werden, dass der
American Pit Bull Terrier sehr lange liniengezüchtet wird,
und vollständige Stammbäume bereits aus Zeiten existieren,
zu denen der Deutsche Schäferhund noch lange auf sein erstes
Erscheinen wartete.
Am längsten
kennen wir aus diesen beiden Gruppen, deren Ursprung weit
zurück in Tibet liegt, den Tibet Mastiff, dessen damaliges
Erscheinungsbild sich vermutlich ziemlich vom heutigen
unterschied. Bereits auf dem Fries des Tempels des
assyrischen Herrschers Assurbanipal in Ninive kann man,
heute im British Museum, London, Krieger sehen, die
großrahmige Hunde dieser Art mit sich führen. Auch wenn
durch die Jahrtausende sich Wesen und Erscheinungsbild
verändert haben mögen, spricht doch bereits Plinius der
Jüngere in einer seiner Abhandlungen über Tiere von großen,
starken Hunden, deren Beschreibung genau an direkte
Vorfahren des heutigen Mastino Napoletano erinnert.
Es sind in diversen Ländern Bestrebungen im Gange, derartige
Hunde ausrotten
zu wollen.
Wie
Sie im folgenden noch lesen werden, überschätzt man
Gefahren, die von diesen Hunden ausgehen, extrem.
Den Hund möchte ich auch als ein Kulturgut betrachten - als
einen Spiegel des Menschen und seiner Geschichte, und es
wäre ein Jammer, wenn diese Hunde, auf deren unverbrauchtes,
kaum degeneriertes genetisches Potential man immer wieder
zurückgreifen kann, von Ignoranten, denen jede Sachkenntnis,
und auch die Bereitschaft, diese zu erwerben, fehlt,
tatsächlich ausgerottet werden würden, denn eine Auslöschung
ist irreversibel.
Die Hysterie
der Bevölkerung wird einesteils durch einseitige
Medienberichte geschürt, andererseits kann man diese
Hysterie auch mit der Entfremdung des Menschen von der Natur
zusätzlich begründen. Der durchschnittliche Städter weiß
überhaupt nicht mehr, wie man sich einem Tier gegenüber
verhält, geschweige denn, welche Bedürfnisse es hat. Dieses
Unwissen baut irrationale Ängste auf, welche kaum mehr
abzubauen sind - zumindest nicht in der breiten Masse der
Bevölkerung. Dies wird immer schlimmer - besonders bei
Kindern, und es ist schon ein sehr zweifelhafter
Werbeerfolg, wenn man stolz ist, dass Kinder Kühe lila
zeichnen, oder glauben, sie hätten einen Spezialhahn für
Erdbeeryoghurt. Eine Lehrerin erzählte mir, dass tatsächlich
einige Kinder in ihrer Klasse der Meinung waren, Milch sei
ein industriell hergestelltes Kunstprodukt. Natürlich ist es
aber auch nicht gut, wenn Menschen glauben, ihrem Kind ein
Tier schenken zu müssen, die notwendige Sachkenntnis jedoch
fehlt. Dies führt dann häufig zu neurotischen, fehlgeprägten
Tieren - bei fast jeder Tierart.
Nehmen wir
nun einmal Abstand von den landläufigen Meinungen, so werden
wir feststellen, dass diese Hunde ganz anders sind, als sie
dargestellt werden.
Bei
Gesprächen mit Tiermedizinern in der Praxis höre ich häufig,
gerade diese Hunde seien bei der Behandlung besonders ruhig
und gelassen, was wiederum deren Nervenfestigkeit bestätigt.
Gefährlich
wären Angstbeißer, nicht nervenstarke Hunde - erstere kommen
bei den besprochenen Rassen so gut wie nie vor, außer die
Tiere würden fehlgeprägt, was bei allen Hunderassen
gleichermaßen zu einem unbefriedigenden Ergebnis führen
würde.
Besagte
Nervenfestigkeit macht unsere Rassen im wirklichen Leben so
angenehm, da es sich um Hunde handelt, auf die man sich zwar
im Ernstfall verlassen kann, die aber nicht gefährdet sind,
Überreaktionen zu zeigen.
Fast schon
erheiternd ist das Argument der Gegner dieser Hunde, die
Tiere wären potthässlich.
Abgesehen
davon, dass dies kein Argument zum Verbot sein kann, lässt
sich über Geschmack streiten.
Einem
entnervten Mastinobesitzer, dem zum wiederholten Male
vorgeworfen wurde, sein Hund sehe "wie ein Totalschaden"
aus, und wie man sich nur ein derart hässliches Tier zulegen
könne, kann ich seine Antwort wirklich nicht mehr verdenken:
Er fragte den Reporter, warum er ausgerechnet diese Frau
(sie stand neben ihm) geheiratet habe.
Das schlimmste, womit Besitzer
dieser Rassen, abgesehen von Verbotsbestimmungen,
konfrontiert werden, sind Vorurteile. Kaum jemand hatte je
Kontakt zu diesen seltenen Rassen, aber jeder glaubt zu
wissen, dass diese Hunde kein normales Hundeverhalten
zeigen.
Unsere Rassen
haben eine mittlere bis teils sehr hohe Reizschwelle, was
heißt, dass sehr viel passieren muss, bis der Hund reagiert.
Von
unkontrollierten Beissern kann also nicht die Rede sein.
Dass
diese Hunde keinen anderen "Kiefermechanismus", wegen
welchem sie nicht mehr auslassen können, besitzen, brauche
ich Ihnen als Tiermedizinern nicht zu erklären - und
ebenfalls nicht das von einer Frauenzeitschrift in die Welt
gesetzte Gerücht, Pitbulls hätten 82 (!) Zähne.
Hier hat wohl
der Alligator Pate gestanden.
Natürlich
kann ein kräftigerer Hund im Zweifelsfall mehr Schaden
anrichten, als ein kleinerer Hund, aber ein nicht diesen
Rassen zugeschlagener großer Hund, beispielsweise eine Dogge
oder ein Boxer können genauso beißen, ganz abgesehen von der
Tatsache, dass große Hunde zumeist ruhiger sind und deshalb
weniger Unfälle verursachen.
Mir
zumindestens ist es lieber, von einem kräftigen Mastino
nicht gebissen zu werden, als einen schwächeren Dackel an
der Wade hängen zu haben.
Sie
erkennen, wichtig ist nicht die Kraft, mit der ein Hund
beißen könnte, sondern die Tatsache, ob er es tut, oder
nicht.
Wir raten
allen Hundebesitzern, einen Hundeausbildungsplatz zu
besuchen, denn ein gut erzogener Hund wird kaum negativ
auffallen.
Natürlich
gibt es fehlgeprägte, oder falsch, bzw. überhaupt nicht
erzogene Hunde, die Unfälle verursachen.
Dies liegt aber nicht an der Rasse, sondern am
Besitzer.
Auf
dem Hundeplatz können Sie sich gerne davon überzeugen, dass
im Schutzdienst auch Bullterrier und Molosser auf Kommando
auslassen - sonst würden sie keine Prüfung bestehen, und die
vorher azuleistenden Unterordnungsübungen sind
obligatorisch.
Bei allen
Rassen und Mischlingen ist es übrig der Fall, dass korrekt
ausgebildete Hunde, weniger Unfälle verursachen, als nicht
ausgebildete Hunde.
Nächstes Vorurteil: Besagte Rassen beißen ihre
Welpen tot.
Wenn dem so wäre, wären ganze
Hunderassen bereits ausgestorben.
Niemand kann
sich 24 Stunden am Tag neben die Wurfkiste setzen, oder der
Hündin das Maul zubinden.
Sollte
derartiges Verhalten einmal beobachtet worden sein, so ist
dies nicht physiologisch.
Der
Einzelfall besagt nichts über die Rasse, denn genetische
Verhaltensdefekte kommen bei allen Rassen vor, und mir ist
nicht bekannt, dass das Phänomen bei diesen Rassen gehäuft
auftritt. Dagegen sprechen auch die vielen Würfe, die ich
schon beobachtet habe.
Häufig ernte ich verdutzte Gesichter, wenn ich auf
Ausstellungen im Informationsstand der rassebetreuenden
Vereine, die den Haltern dieser Hunde mit Rat und Tat zur
Seite stehen, stehe und den Leuten erkläre, diese Hunde
würden sich gut mit Kindern vertragen.
Das stimmt
tatsächlich, denn ein Bulli beispielsweise nimmt es nicht
übel, wenn ein Kind mal in den Fang fasst, oder an der Rute
zieht.
Oder hätten
Sie gewusst, dass der lustige kleine Hund
in der alten
Kinderserie
"Die drei
kleinen Strolche"
ein American Pit Bull Terrier war.
Gleichwohl
rate ich Eltern grundsätzlich, Kinder und Tiere nicht
unbeaufsichtigt alleine zu lassen, denn erstens können auch
Kinder Hunden etwas antun, und zweitens könnte ein Tier
jeder Art auch die Handlung eines Kindes falsch verstehen.
Probleme in
ganz anderer Art ergeben sich allgemein für viele
Hunderassen.
Ich möchte
das den "Lassie-" oder "Kommissar-Rex-Effekt" nennen.
Es hat noch
keiner Hunderasse gut getan, populär zu werden.
Erstens
versuchen skrupellose Geschäftemacher, diese Hunde planlos
zu vermehren - ich vermeide hier den Begriff ‘züchten’
absichtlich.
Zuchtauswahl,
Impfungen und Tierbetreuung werden vernachlässigt, so dass
der unglückliche Käufer damit rechnen muss, einen kranken
Hund, der nicht richtig geprägt wurde zu bekommen.
Dies ist die
eine Seite - die andere wird selten gesehen:
Je
populärer eine Rasse ist, um so wahrscheinlicher ist es,
dass sie in falsche Hände gerät, denn um so weniger muss
sich der potentielle Käufer bemühen, an diese Hunde zu
kommen.
Jemand,
der bereits nach Literatur gesucht hat, Telefonate mit
Zuchtverbänden geführt hat, zu einem Züchter am anderen Ende
des Landes gefahren ist, wird über mehr Sachkenntnis
verfügen, als jemand, der einen Hund schnell irgendwo an der
Ecke gekauft hat.
Ich
werde noch darauf eingehen, dass Mischlinge und Schäferhunde
in der Unfallstatistik ganz oben stehen.
Dies
ist nicht generell auf eine genetisch verankerte
Gefährlichkeit dieser Hunde zurückzuführen, auch nicht auf
die hohe Anzahl, sondern darauf, dass jedem Ignoranten, der
nur mal eben zur Bewachung einen "scharfen Hund" wünscht,
Rassen wie Schäferhund oder Dobermann zuerst einfallen.
Es ist zwar
festzustellen, dass auch die Rassen, um welche es in diesem
Artikel geht, derzeit vermehrt gehalten werden, jedoch ist
die Gesamtzahl nach wie vor verschwindend gering.
Schuld an der Tatsache, dass dennoch momentan eine
verstärkte Nachfrage besteht, sind eindeutig negative
Presseberichte.
Aufgrund
dieser interessiert sich nämlich bisweilen genau die
Klientel für besagte Rassen, die wir nicht in unseren Reihen
haben wollen.
Uns ist es am wenigsten recht, wenn irgendwelche
Personen sich derartige Hunde zulegen, nur um ihr
angeschlagenes Ego aufzuwerten, oder weil sie in ihrem Hund
eine Waffe sehen.
Dies
ist aber keinesfalls die Schuld der Hunde - und scharfmachen
kann man jeden Hund - unabhängig von der Rasse. Hoffentlich
merken diese Leute möglichst bald, dass diese Hunde, die nie
zum Angriff auf Menschen gezüchtet wurden, das gar nicht
halten, was bestimmte Leute von ihnen erwarten.
Aber die Presse lässt nicht locker - zu schön sind die immer
wieder aufgewärmten Horrorstorys, von denen man nicht einmal
weiß, ob sie jemals passiert sind; zu gut verkauft sich das
Blut, das aus der Zeitung herausläuft, wenn man sie nicht
genau waagrecht hält, und zu gerne lesen die Leute die
Gruselgeschichten vom reißenden Kampfhund - kostet doch eine
Ausgabe einer gut bebilderten Tageszeitung höchstens ein
Drittel einer Geisterbahnfahrt.
Der Grund ist
meines Erachtens darin zu suchen, dass Menschen dazu neigen,
sich auf irrationale Gefahren zu vermehrt stürzen.
Da objektiv
kaum eine ernstzunehmende Gefahr von diesen Hunden ausgeht,
kann man sich, ohne selbst groß gefährdet zu sein, wunderbar
aufregen.
Die Tatsache,
dass manche Menschen an einer regelrechten Hundephobie
leiden, ist bedauerlich - aber irrationale Ängste können
kein Grund zu einer Diskriminierung ganzer Hunderassen sein.
Die Absicht der Presse ist es, Kuriositäten zu
berichten, nicht alltägliches aufzuwärmen.
Der
Schäferhund, der einen Passanten beißt, ist nichts
Außergewöhnliches, ebensowenig wie der völlig normale
Hundehalter der Freude an seinem Bullterrier hat und mit ihm
glücklich seit zehn Jahren zusammenlebt - Sie werden keine
Zeile davon lesen.
Der vermeintliche ‘Kampfhund’
hingegen ist immer eine Meldung wert - gerade weil es
so selten vorkommt. Wenn dem nicht so wäre müßte die Presse
auch nicht immer wieder auf uraltes Archivmaterial
zurückgreifen.
Völlig
abgesehen von selbstproduzierten Falschmeldungen bestimmter
Sender.
Wenn man
einem mittellosen Bewohner auf dem Gebiet des ehemaligen
Jugoslaviens, der nicht weiß, wie er das Abendessen für
seine Familie bezahlen soll, das Jahresgehalt eines
Bankdirektors dort dafür bietet, dass er mal kurz seine
Hunde raufen läßt, und dieser sich dafür hergibt, hat das
nichts mehr mit objektiver Berichterstattung zu tun.
Sicher
- Unfälle mit Hunden sind bedauerlich, aber vor einiger Zeit
berichtete die dpa, dass ein Bullterrier in Australien eine
Person leicht verletzt hat.
Man fragt
sich schon, was sonst 20.000 km entfernt von hier passieren
muss, dass es der dpa eine Meldung wert ist - es muß schon
mindestens ein größeres Flugzeug abstürzen.
Bewusst haben
wir häufig auf Ausstellungen die Presse eingeladen. Jedesmal
sitzen die Reporter dann, meist für sie kostenlose
Sandwiches essend, herum und warten mit gezückter Kamera
darauf, dass ein Kind gefressen wird.
Leider können
wir damit nicht dienen, und vor Ausstellungsende fragen wir
dann immer die Reporter, wann denn etwas gesendet würde, was
ihnen dann ein müdes Lächeln und die Auskunft "Drehen Sie
mal die Abendschau auf - allerdings, wenn heute etwas
wichtigeres passiert ist, sind die Chancen gering."
entlockt. - Einfach toll, diese objektive Berichterstattung.
Tatsachen,
wie zum Beispiel die, dass derartige Hunde sogar erfolgreich
als Rettungshunde eingesetzt werden, ignorieren die Medien
trotz unserer dahingehenden Informationen.
In America
wird der American Pit Bull Terrier übrigens als ‘social dog’
verwendet. ‘Social dogs’ sind Hunde, mit denen die Besitzer
in Krankenhäuser, Altenheime etc. gehen, um den dortigen
Personen wenigstens etwas Abwechslung und soziale Kontakte
zu verschaffen.
Diese ganze Pressehetze führt immer wieder zu Verboten oder
Haltungsbeschränkungen, die ganze
Rassen beinhalten.
Unsere Aktion
für bedrohte Hunderassen setzt sich sehr für die Belange der
Halter ein, und so ist es uns gelungen, derartige
Verordnungen in Hamburg, im Saarland und in
Baden-Württemberg auf dem Klageweg zu beseitigen.
In
Nordrhein-Westfalen konnten wir an einer
Gefahrenhundeverordnung, die Vorbildcharakter haben soll,
mitarbeiten.
Diese
Verordnung kennt nur gefährliche Hunde (jedweder Rasse) und
verzichtet auf die willkürliche Nennung einzelner Rassen.
Unseres Erachtens ist es juristisch nicht zulässig,
ganze Rassen zu verbieten.
Erstens widerspricht das dem Gleichheitsgrundsatz -
zweitens müßte man dann die Rassen verbieten, mit denen
statistisch das meiste passiert, was objektiv nicht der Fall
ist.
Aufgeführt
werden stets Rassen, die nur mit wenigen Exemplaren
vertreten sind.
Mit
Hunderttausenden von Schäferhundehaltern legt sich kein
Politiker an - verbieten sie jedoch wenige, selten gehaltene
Rassen können sie den Wählern erzählen, sie hätten das
"Kampfhundeproblem", (das gar nicht existiert) erfolgreich
gelöst, um von anderen, wichtigeren Problemen abzulenken.
Übrigens -
die Unfallstatistiken sind objektiv - sie stammen vom
Deutschen Städtetag, dem man ohnehin sogar eher
Hundefeindlichkeit vorwerfen könnte - allein schon wegen der
Hundekotdiskussion, sowie von der nordrhein-westfälischen
Polizei.
Seltsame
Blüten treiben rassespezifische Verordnungen bisweilen:
Bayern, das ein Totalverbot (Zucht und Haltung) bestimmter
Rassen kennt (übrigens der Grund, warum ich momentan keinen
Hund haben kann), nennt in der Verordnung, gegen die wir
mittlerweile in Karlsruhe geklagt haben, die Rasse Tosa Inu
- leider gab es zu dem damaligen Zeitpunkt in ganz Bayern
nur einen Tosa - und der fiel unter den Bestandsschutz und
ist mittlerweile tot.
Requiescat in
pacem - mens sana in Campari Soda!
Baden-Württemberg nannte damals in der Verordnung den
Miniatur-Bullterrier - wie diese paar Kilo Hund großen
Schaden anrichten sollen, ist uns bis heute schleierhaft.
Interessant
ist auch, dass verschiedene Länder völlig unterschiedliche
Rassen zu "Kampfhunden" erklären.
Ist etwa ein bayerischer
American Staffordshire Terrier gefährlicher als ein
holländischer?
Bemerkenswert
auch, dass so gut wie nie in Ländern Rassen verboten werden,
die aus dem betreffenden Land stammen - gibt es etwa auch
bei Hunden ein Ausländerproblem?
Ein
Gesetzesvorschlag in einem der neuen Länder nennt
Hunderassen, die es gar nicht gibt - und noch nie gegeben
hat.
Vielleicht
war aber auch der Beamte schwerhörig, als er nach dem
Telefonat die Rassen "Vilabrasil" und "Mastiono
Neapolitaner" - nicht zu verwechseln mit einer bekannten
österreichischen Nussschnitte - kreierte...
Wir setzen
uns momentan auch vehement gegen die Erhebung von
Kampfhundesondersteuern ein.
In vielen Gemeinden gibt es übrigens eine Kampfhundesteuer
- allerdings gab es dort noch nie einen derartigen Hund.
Operative Hektik ersetzt hier offenbar geistige
Windstille...
Auch
aberwitzig ist, dass es, soweit ich weiß, noch kein
Politiker geschafft hat, alle Rassen auf einem Bild oder in
natura zu erkennen, die er verboten hat, oder verbieten
will.
Absurd die
Tatsache, dass in Unfallmeldungen, die von der Polizei
aufgenommen werden, häufig ‘Pitbull’ steht, ohne dass die
Identität der Rasse annähernd festgestellt wurde.
Ein Spiegelbild der
öffentlichen Meinung - alles was mittelgroß ist, kurzhaarig
und bissig kann ja nur ein Pitbull sein - frei nach dem
Motto:
"Unsere
Meinung steht fest - bitte verwirren Sie uns nicht mit
Tatsachen!".
Welch Wunder,
dass trotzdem die Statistiken für uns immer noch recht gut
aussehen.
Verbote
ganzer Rassen mit der Begründung potentieller Gefährlichkeit
schießen offensichtlich über das Ziel hinaus.
Wenn man
alles verbietet, was potentiell gefährlich ist, hätten wir
weder Autos noch Messer, Gabeln oder Medikamente. Effektiv
passieren in unserem Land pro Jahr durchschnittlich drei
tödliche Unfälle mit Hunden aller
Rassen.
Man soll zwar
einen Mißstand nicht mit einem anderen entschuldigen, und
jeder Unfall mit einem Hund ist einer zuviel, aber
statistisch gesehen sterben meines Wissens selbst jährlich
mehr Leute an Blitzschlag als durch Hunde in diesem unserem
Lande - und von den Toten auf den Autobahnen möchte ich gar
nicht sprechen.
Kurz gesagt -
jedes unserer Bundesländer kennt ohnehin Rechtsgrundlagen,
denen zufolge unzuverlässigen Haltern die Hundehaltung
untersagt werden kann.
Außerdem
können Hunde, die sich als bissig erwiesen haben, mit
Maulkorb- und/oder Leinenzwang belegt werden.
Selbst
Tötungsanordnungen der Hunde können ausgesprochen werden.
Wenn man diese bestehenden
Gesetze richtig anwendet, ergibt es keinen Sinn, geschweige
denn eine Notwendigkeit, ganze Rassen zu verbieten.
Bestimmte
seltene Rassen, die nicht vermehrt an Unfällen beteiligt
sind, zu verbieten, um die Unfälle, die, verursacht durch
falsche Haltung, mit Mischlingen und Schäferhunden
passieren, zu verhindern, hat meines Erachtens, um einen
Satz von Dieter Hildebrandt zu zitieren, "den Nährwert, wie
wenn man seinen Zimmerkaktus mit Rheumasalbe begießt, um ihn
vor der Rinderseuche zu schützen."
Nun hoffe
ich, dass ich ein wenig Sachlichkeit in die Diskussion
eingestreut habe - gerade in der Tierärzteschaft sehe ich
eine Chance, denn vielleicht wird doch der eine oder andere
Tierarzt zu diesem Thema gefragt - auch wenn vielleicht
wieder eine Gemeinde die Hunde verbieten oder Steuer erheben
will.
Der Hund war
12.000 Jahre Beschützer des Menschen, aber auch Gefährte und
Jagdhelfer.
Eine derartige Behandlung,
aber auch eine zu starke Vermenschlichung hat er nicht
verdient.
Es gibt keine
"Kampfhunderassen" - ein Hund als in der Evolution
hochstehendes Individuum ist sehr lernfähig und kann von
Menschen stark geformt werden.
Setzen wir
uns dafür ein, dass ein Mißbrauch der Hunde verhindert wird,
dass Halter jedweder Rasse zur Verantwortung gezogen werden,
wenn sie sich falsch verhalten.
Setzen wir
uns dafür ein, dass nur geeignete Halter Hunde bei seriösen
Züchtern kaufen.
Wäre dieses
Ziel erreicht, hätten wir viel gewonnen.
Fragen
bezüglich dieser Thematik und auch die Rassen direkt
betreffend beantworte ich Ihnen gerne.
Es gibt
übrigens Institutionen, die sich um aufgefundene,
ausgesetzte und herrenlose Tiere speziell dieser Rassen
kümmern.
Bei Bedarf
versuchen wir auch hier, Ihnen weiterzuhelfen.
Der deutsche
Dachverband der FCI-organisierten Hundevereine in
Deutschland ist übrigens der Verband für das Deutsche
Hundewesen (VDH) - dort bekommen Sie Auskunft über alle
FCI-Rassen und werden ggf. an den/die jeweiligen
Rassehundezuchtverband/-verbände weitergeleitet.
Markus
Rogen
cand.med.vet.
Perathonerstr. 12
D-81545 München
Tel.: 089-642739-62
Fax: 089-642739-64

In Gedanken an Apollo, der nicht wusste dass er ein
Kampfhund war.
Er soll hier stellvertretend für alle 'Kampfhunde' stehen,
die ein ähnliches Schicksal erleiden mussten
Seine ganze Geschichte
Die Bestien
"Kampfhund
zerfleischt Frau!"
An solche
Mitteilungen in den Medien
haben sich unsere Augen schon
längst gewöhnt.
Niemand schreibt "biß",
das sieht nämlich ganz und gar nicht sensationell aus.
Auch
sind bei weitem nicht alle Hunde, die einen Menschen beißen,
Kampfhunde, wie es die Medien berichten.
Dieser Begriff dient
bloß der Abschreckung.
Mittlerweile
haben die Zeitungen erreicht, was sie wollten.
Immer mehr Menschen
wurde die Angst vor Kampfhunden eingejagt, die nun natürlich
das Zuchtverbot für Kampfhunde fordern.
Die Politiker wollen
leichten Wahlerfolg und legen Gesetzentwürfe vor.
Aber wie können diese
Entwürfe akzeptiert werden, wenn sie nicht von erfahrenen
Tierärzten stammen?
Stellen wir uns nun
einmal vor, alle Kampfhunde müssen eingeschläfert werden.
Das Gesetz lautet
aber, daß sich die Hundebesitzer dagegen wehren können.
Sie können
behaupten, ihr Hund sei anders als die anderen, und zum
Amtstierarzt gehen.
Dieser untersucht
nun den Hund, kann danach dessen Fortbestehen erlauben.
Es
ist klar, daß alle Herrchen und Frauchen versuchen werden,
den Arzt davon zu überzeugen, auch durch "Geschenke".
Somit wird gar
nichts erreicht, außer dem Wohlergehen der Amtstierärzte.
Nun kommen wir zu dem
eigentlichen Problem, den Hunden selbst. Diese wurden von
unseren Vorfahren zu einem bestimmten Zweck gezüchtet.
Abhängig von ihrer
Aufgabe wurde auf die Form, die Größe, den Charakter und das
Wesen des zu züchtenden Hundes geachtet.
Die
Kriegshunde mußten sich z.B. durch die imponierende Größe,
das kräftige Gebiß usw. auszeichnen.
Die Hunde, die den
Menschen beim Kampf gegen Bär, Wolf, Löwe, Bulle, Hirsch
oder Wildschwein halfen, mußten je nach dem groß, mächtig,
ein Kampfgewicht haben oder gedrungen, schnell, wendig und
verbissen sein.
Als Beispiel möchte
ich hier die englische Bulldogge anführen.
Sie ist eine der
ältesten Rassen, die den Menschen beim Kampf gegen Bullen
zur Seite standen.
Die Bulldogge mußte
sich nahe am Boden bewegen können, über eine gewaltige Kraft
verfügen und ein eisernes Gebiß haben.
Mit Hilfe dieser
Eigenschaften arbeitete sie sich an die Schnauze des Bullen
heran und fixierte seine Schnauze allein mit ihrem Gewicht
und ihrem Biß am Boden. Dabei durfte sie diesen keinesfalls
lockern.
Da ist sie ja
irgendwie atmen mußte, wurde ihr ein Vorbiß an gezüchtet und
ihre Nase steht ziemlich weit hinten.
So wurde
jeder Kampfhund spezifiziert nach seiner Aufgabe gezüchtet.
Allerdings ist "Dogo
Argentino" heute wohl die einzige Rasse, die immer noch zur
Jagd eingesetzt wird.
Alle Kampfhunde
zeichnen sich durch ihre Kampfeslust, Kraft und den
sprichwörtlichen Todesmut aus, dies sollte aber bitte nicht
mit Aggressivität bzw. niedriger Reizschwelle verwechselt
werden.
In unseren heutigen
Kampfhunden fließt das Blut ihrer Vorfahren. Und wenn sie
zum Kampf gereizt, gezwungen oder sonstwie getrieben werden,
dann nehmen sie den Kampf natürlich auf und führen ihn
kompromißlos zu Ende.
Leider wird diese
Tatsache heutzutage nur allzu oft von sadistischen Menschen
zwecks Hundekämpfen, die sehr brutal und blutig verlaufen,
ausgenutzt.
Diese Menschen haben
den Ruf eines wirklich großartigen Hundestamms gegenüber der
Öffentlichkeit in Mißkredit gebracht. Denn die gewiß
objektive Hundelexika vermittelt meist ein positives Bild
über die Molosser
(wie die Kampfhunde
in der Fachsprache heißen).
Nah wer ist die
Bestie ???
Was fintet ihr ???
Solche angeblich
gefährlichen Rassen wie Bullmastiff und Boxer werden da als
fast grenzenlos kinderlieb bezeichnet.
Die oben schon
beschriebene englische Bulldogge wäre ein idealer Begleiter
für ältere Menschen.
Dagegen neige der
Deutsche Schäferhund zu Raufereien.
Außerdem kommt es
immer wieder vor, daß Schäferhunde unkontrolliert Menschen
angreifen.
Allerdings wäre die
Schuld fast immer bei dem Besitzer zu suchen, der den
richtigen Umgang mit dem Hund nicht versteht.
Auch der beliebte
Rottweiler wird als für Kleinkinder ungeeignet beschrieben.
Da diese Hunde aber
bei der Polizei kräftig mithelfen und auch sonst äußerst
beliebt sind, können die Politiker sich als glücklich
einschätzen, daß sie historisch nicht als Kampfhunde
gezüchtet wurden.
Ansonsten gäbe es
bei dem Zuchtverbot wohl ein paar Ausnahmen, made by
einigen ihren Posten sehr schätzenden Politikern.
Bei den meisten
(wohlgemerkt noch
nicht einmal bei allen)
Kampfhunden, aber
auch anderen Hunden wie z.B. den beiden obengenannten
Rassen, wird ebenfalls
eine konsequente
Erziehung verlangt.
Daraus läßt sich
schließen, daß die Gefährlichkeit eines jeden Hundes nur von
seiner Erziehung und seinem Besitzer abhängt.
Jeder Hund kann zu
einem gefährlichen Biest dressiert werden. Auch deswegen
glaube ich, daß ein Zuchtverbot sinnlos wäre.
Vielmehr würde ein
Hundeführerschein nützen.
Okay. Das ist denn
alles sehr gut und schön, nützt mir aber nichts, wenn mir
schon Angst vor Kampfhunden eingetrichtert wurde. Außerdem
muß etwas getan werden, damit die Sicherheit erhöht wird.
Das heißt, muß nicht, denn gegen das Autofahren wird ja auch
nichts getan.
Aber sollte.
Außer dem oben
genannten Hundeführerschein, der am besten bei der
Ausbildung des Hundes im Welpenalter dem Besitzer gegeben
werden sollte, würde ich auch die
Hundehaftpflichtversicherung wirkliche Pflicht werden
lassen.
Und zwar nach dem
Prinzip
"Wer mehr beißt, der
darf auch mehr zur Kasse gebeten werden".
Zu dem "Führerschein"
möchte ich noch sagen, daß dieser nur im relativ frühen
Welpenalter und nur von dem Besitzer, nicht von dem
verkaufenden Züchter gemacht werden sollte, ansonsten müßte
das Tier eventuell einer zusätzlichen Prüfung von einer
Hundeschule unterzogen werden.
Es ist auch
schlecht, wenn das Tier über einen Monat mit seiner Mutter
verbringt, denn es könnte ihre eventuell schlechte
Gewohnheiten übernehmen.
Allerdings kann ich
auch (Menschen-) Mütter nicht verstehen, die ihr Kind jeden
fremden Hund streicheln lassen. Sicherlich ist da die Gefahr
groß.
So, das wäre dann
meine Meinung.
Im übrigen besitze
ich selber auch einen Hund, allerdings ist dies keine
Kampfhunderasse, sondern "nur" ein "Schwarzer Terrier".
Diese Rasse gilt aber
auch als ziemlich gefährlich. Ursprünglich wurde sie für die
Bewachung der KZ in Sibirien gezüchtet.
Trotzdem bin ich
froh, mit diesem Hund mein Leben teilen zu dürfen. Und so
kann ich jeden, der noch keinen Hund hat, nur ermutigen,
sich einen
anzuschaffen.
Anni
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